LemurLemuren gibt es nur auf MadagaskarDas Naturparadies Madagaskar ist in Gefahr

Madagaskar ist eine einzigartige Schatzkammer der Natur. Auf der Insel, die vor 150 Millionen Jahren vom Urkontinent Gondwana wegdriftete, konnten sich die Flora und Fauna über Millionen von Jahren ungestört entwickeln. Madagaskar wird deshalb zuweilen auch als «achter Kontinent» bezeichnet.

Etwa 350 v. Chr. besiedelten Menschen die damals grüne Insel. Heute ist Madagaskar nur noch zu etwa 10 % bewaldet. Hauptursache ist der Mensch. Für die Gewinnung von Feuerholz und um den Boden landwirtschaftlich zu nutzen, rodet die Bevölkerung grosse Waldflächen.

BaobabBaobab-BaumDer Dornbuschwald und der Trockenwald im Süden und Südwesten der Insel sind besonders reich an verschiedenen Pflanzenarten wie z.B. den einzigartigen Pachypodien (Dickfusspflanzen), Didieraceen (Tentakel-Bäumen) und den gigantischen Baobabs (Affenbrotbäumen), die bis zu 40 Meter hoch und bis zu 5000 Jahre alt werden können.

90 % der Pflanzen- und Tierarten sind endemisch – sie kommen nur auf Madagaskar vor. Die meisten Arten sind auf den Tropenwald als vielfältigen Lebensraum angewiesen.

MarktprodukteGewürze und Bohnen auf einem MarktMadagaskar ist reich an landwirtschaftlichen Produkten wie Vanille, Gewürznelken, Pfeffer oder Reis. Etwa 80 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig und erwirtschaften ca. 40 % des Bruttoinlandprodukts.

Auf Madagaskar kommen auch Bodenschätze vor. Mittlerweile investieren internationale Firmen massiv in den Rohstoffabbau. Dadurch gehen jedes Jahr immense Waldflächen und landwirtschaftlich bearbeitete Böden verloren.

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