Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum engagiert ADES sich in Madagaskar?

Madagaskar ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Als Insel hat das Land unter den Folgen des Klimawandels besonders zu leiden (Anstieg des Meeresspiegels, vermehrt auftretende Zyklone und Hurrikane). Jährlich verschwinden dort ca. 120'000 Hektar Wald, vor allem aufgrund des Holzbedarfs für das Kochen. Eine zunehmende Versteppung ist die Folge. Deswegen setzt ADES sich für den Erhalt des Waldbestandes des Landes ein, der auch eine wichtige Rolle bei der globalen Regulierung von CO2-Emissionen spielt.

Was versteht ADES unter Nachhaltigkeit?

ADES fördert die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, indem in Madagaskar produzierte Energiesparkocher zum nationalen Bruttoinlandsprodukt und einer nachhaltigen Industrialisierung des Landes unmittelbar beitragen. ADES erleichtert die Übertragung von Wissen und Technologie und verbessert Bildung, Aufklärung und Kapazitäten zur Milderung der Folgen des Klimawandels. Erträge, die vor Ort erwirtschaftet werden, sollen auch in Madagaskar bleiben und Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung erhalten. ADES versteht sich als integrativer, fester Teil der madagassischen Industriekultur.

An welchen Werten orientiert sich ADES?

Nachhaltiges Sozialunternehmertum in einem der am wenigsten entwickelten Länder der Erde braucht neben einer starken Vision auch starke Werte, auf denen es basiert: Überzeugung vom Produkt, Mut zur Innovation, Vertrauen in lokales Potenzial, gute Führung, soziale Verantwortung sowie unbedingte Transparenz gegenüber allen Stakeholdern, die ADES zu einem Erfolgsprojekt machen. ADES fühlt sich für den Erfolg besonders verantwortlich, da der madagassische Staat Investitionen in nachhaltige Entwicklung nicht hinreichend schützt. Wo immer es geht, bündelt die Organisation ihre Anstrengungen mit anderen Hilfswerken, Institutionen und Donatoren. Die Arbeit wird besonders geleitet von den zehn Prinzipien des United Nations Global Compact.

Warum produziert ADES die Kocher industriell?

ADES ist überzeugt und hat entsprechende Evidenz geschaffen, dass eine dauerhafte Stärkung der lokalen Wirtschaft mit einer industrialisierten Kocherproduktion nachhaltigere Erfolge zeigt als Einzelprojekte und Hinterhofproduktion. Die Qualitätssicherung und damit maximaler Nutzen für die Endverbraucher hat bei ADES oberste Priorität. Über regionale Produktions- u. Vertriebszentren garantiert ADES Innovation und beständige Optimierung der Produktionsprozesse und Produktpallette im Sinne einer erhöhten Quantität und Qualität der Kocher bei ressourcenschonender Fertigung. Das Endresultat ist ein Produkt, was in den Haushalten zur Standardausstattung gehört und langfristig genutzt wird.

Wie gestaltet ADES seine Produktpreise?

Verkaufspreise sind so hoch, dass sie ein Mindestmass an Ownership der Zielgruppe garantieren und so niedrig, dass energieeffiziente Kocher erschwinglich bleiben. Gleichzeitig reflektieren die Preise auch die Qualität der Produkte. Industriell gefertigte Kochgeräte sind per se teurer – da qualitativ hochwertiger - als Produkte aus der Hinterhofproduktion. Die ADES-Sozialstandards beeinflussen gleichfalls die Verkaufspreise, was der Verein anhand der prekären Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Madagaskar bewusst in Kauf nimmt. In einem Land mit einem derartigen Armutsindex können Qualitätskocher nur vergünstigt verkauft werden, sonst würden sie nicht abgenommen werden.

Warum übergibt ADES die Arbeit nicht völlig in lokale Hände?

ADES mit seiner Produktions- und Vertriebsstruktur für Energiesparkocher und als fester Teil der madagassischen Industrielandschaft wird ganz wesentlich durch lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen und mitgestaltet. Als in der Schweiz gegründeter und gewachsener gemeinnütziger Verein und NGO ist ADES gehalten, die zweckgerichtete Verwendung von Spendengeldern – die nach wie vor grösstenteils aus der Schweiz stammen – mit grösstmöglicher Transparenz zu garantieren. Dies ist möglich über eine Hauptgeschäftsstelle in der Schweiz.

Madagaskars gesellschaftliche Struktur ist tief geprägt von Sippenkultur und familiärer Orientierung. Die staatliche Fragilität Madagaskars einhergehend mit mangelnder Rechtsstaatlichkeit, einem hohen Korruptionsindex und Vetternwirtschaft erfordert zum einen ein international aufgestelltes Managementteam vor Ort sowie die organisatorische Verankerung von ADES in der Schweiz auch in Zukunft.

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